Berichte  Pressemitteilung Nr. 01/2011

Halle (Saale), 31.01.2011


Winterkälte und Feinstaub

Das kalte Winterwetter hat die Belastung der Luft durch Feinstaub landesweit in die Höhe getrieben. Wie der Präsident des Landesamtes für Umweltschutz Sachsen-Anhalt, Klaus Rehda, mitteilte, wurde am vergangenen Wochenende in weiten Teilen des Landes großräumig ein Anstieg der Feinstaubkonzentrationen registriert. Der europaweit geltende Tagesgrenzwert von 50 Mikrogramm Feinstaub-Partikel pro Kubikmeter Luft wurde an nahezu allen Messstationen des Luftmessnetzes Sachsen-Anhalt überschritten. Ausnahmen gab es nur an Messstationen im ländlichen Raum, so z.B. im Harz und in der Altmark. In den Ballungsräumen Magdeburg und Halle sowie in der Region Dessau-Wittenberg wurden Partikel-Tagesmittelwerte zwischen 54 und 78 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft gemessen.

Ursache für die aktuelle Belastungssituation ist ein vergleichsweise hoher Schadstoffgrundsockel, bedingt durch ungünstige Austauschbedingungen (Temperaturinversion, Windstille) und einen zusätzlichen Beitrag lokaler Quellen wie beispielsweise Kfz-Verkehr und Gebäudeheizung mit Festbrennstoffen.

Bei gleichbleibender Wetterlage ist auch heute und in den nächsten Tagen mit einer erhöhten Belastung und weiteren Überschreitungen des Tagesgrenzwertes zu rechnen. Gemäß EU-Recht sind max. 35 Überschreitungen pro Kalenderjahr zulässig.



Aktuelle Informationen zur Luftqualität in Sachsen-Anhalt:

- www.lau-st.de
- mdr Videotext Tafeln 524 -526